| Musikreviews : ASTRID SWAN - Better Than Wages |
Geschrieben von kingrandy am 11.01.2010 21:35 (652 mal gelesen)
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Europaweit sind junge Sängerinnen, die handgemachten, eingängig-poppigen Rock fabrizieren, ziemlich angesagt. Auch Finnland hat eine solche Dame zu bieten, ihr Name ist ASTRID SWAN. Mit "Better Than Wages" veröffentlicht die eigenwillige Blondine nun ihr drittes Album, für welches sie eine neue Band um sich geschart hat: THE DRUNK LOVERS.
Mit dieser Band zelebriert Frau Schwan Musik, die an BLONDIE und THE PRETENDERS erinnern soll, Poprock mit 80er-Schlagseite also. Das gelingt über weite Strecken ganz ordentlich, besonders so macher Synthieeinsatz wirkt angenehm angestaubt. Hier und da erinnert Astrid auch an Künstlerinnen wie SHERYL CROW, besonders auch was ihre eigensinnige Attitüde angeht. ASTRID SWAN wirkt musikalisch und textlich jedenfalls nicht wie ein Popsternchen, dass sich Songs zusammenschustern lässt.
Hinzu kommt ihr Talent, ein paar außergewöhnlich gute Songs zu schreiben. Allen voran "Unrelated", ein Mörderohrwurm, dessen Refrain alles kann. Solch ein Songs muss eigentlich ein Single-Hit werden. Ausgekoppelt wird allerdings das leicht sperrig betitelte "2000-2010 (I'm Not Even 30)", die Nummer gehört allerdings auch zu den besten auf "Better Than Wages". Die bissig-ironische Abrechnung mit ihrem Heimatland, "Finland In November" ist die Nummer drei im Hit-Trio. Doch man muss sich nicht auf diese Songs beschränken, die neun weiteren Exemplare wissen ebenfalls durchgehend zu gefallen. Ebenso die witzigen, frechen und unkonventionellen Texte.
ASTRID SWAN ist ein bisschen garstiger als AMY MACDONALD, weniger heulsusig als KELLY CLARKSON, viel cooler als STEFANIE HEINZMANN und nicht so abgedreht wie TORI AMOS - und trotzdem ist sie eine vielseitige, interessante Künstlerin, die mit "Better Than Wages" ein gelungenes Album erschaffen hat. Andy (Cargo Records/ Bandhomepage)
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