| Musikreviews : IKON - Love, Hate And Sorrow |
Geschrieben von kingrandy am 28.11.2009 06:00 (864 mal gelesen)
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Bereits seit 1991 existieren IKON aus Australien, die ich bisher nur grob vom Namen her kannte. So richtig wusste ich auch nicht, dass die Band darkwavigen Gothic Rock bzw. Post Punk macht, ansonsten hätte ich mich sicherlich auch schon früher mit ihr beschäftigt. Nun dauerte dies also bis zum sechsten vollständigen Album, das auf den Titel "Love, Hate And Sorrow" hört und für die Ü30-Fraktion, zu der ich ja nun auch schon länger zähle, eine interessante Angelegenheit sein dürfte.
Trotz recht klischeehafter Songtitel wie "Beautiful Sadness", "All Depths Of Despair" oder "Winter Mourning" geht es auf diesem Album weder kitschig her, noch übertrieben düster zu. Fröhlich ist die Musik von IKON aber auch nicht ansatzweise, in ihrer sentimentalen Melancholie erinnert der dunkle Rock dafür recht deutlich an THE MISSION, was alles andere als eine schlechte Referenz ist. Hier und da klingen auch THE CURE oder JOY DIVISON durch, typisch britischer Sound ist es letztlich also, den "Love, Hate And Sorrow" zu bieten hat.
Die Songs wirken oft treibend, sind schnörkellos, zielstrebig und meist sehr eingängig. Akustische Gitarren sorgen für Fragilität (zum Beispiel im hübschen "Memoirs Of A Butterfly), die klagende Leadgitarre in "Before The Dawn" oder dem tollen Opener "A Line On A Dark Day" für die nötige Emotionalität. Weitere Anspieltipps sind der spannende Titeltrack sowie das düster-dramatische "Point Of No Return". Der Gesang von Frontmann Chris McCarter ist genretypisch leicht sonor und in mittleren Lagen angesiedelt. Zeitgemäße Synthieklänge sorgen dafür, dass der klassische Sound nicht allzu altmodisch wirkt.
Das einzig störende auf diesem Album ist der ziemlich steril wirkende Drumcomputer und ein ganz kleines bisschen fehlen den Songs auch Ecken und Kanten, die vielleicht noch mehr Biss verleihen würden, trotzdem ist "Love, Hate And Sorrow" ein wirklich schönes Album, das den Anhängern der genannten Vergleichsbands ziemlich zusagen dürfte. Andy (Apollyon/ Bandhomepage)
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