| Liveberichte : Amphi Festival / 18.-19.07. / Köln Tanzbrunnen |
Geschrieben von kingrandy am 23.07.2009 08:33 (2006 mal gelesen)
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Die fünfte Ausgabe des AMPHI FESTIVALS war eine so heftige Party, dass der Putz von den Wänden bröckelte. Und das im allerwahrsten Sinne des Wortes, denn die zum ersten Mal genutzte Rheinparkhalle war den diversen Bassmassagen wohl nicht gewachsen. Dazu aber später mehr. Zu den erfreulicheren Fakten zählt der erzielte Zuschauerrekord, denn jeweils knapp 13.000 Zuschauer ließen sich am 18. und 19. Juli in den Kölner Tanzbrunnen locken, um zu den Klängen von den FIELDS OF THE NEPHILIM, FRONT 242, UNHEILIG oder LEÆTHER STRIP zu tanzen und zu feiern. Und davon ließ man sich trotz kleiner und größerer Probleme auch nicht abhalten. Aber auch für den Berichterstatter sollte das Festival zu einem ganz besonderen Erlebnis werden...
Das größte Problem war sicherlich der Zwischenfall in der Rheinparkhalle. Das beliebte Electro-Projekt FEINDFLUG hatte am Samstag Abend gerade mal 20 Minuten gespielt, als ein gut zwei Quadratmeter großes Stück Putz von der Decke fiel und einen Keyboardständer zertrümmerte. Das Konzert wurde natürlich abgebrochen und fortan war die Halle aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu benutzen, was sicherlich noch ein juristisches Nachspiel haben wird. Die Crew stand also vor dem Problem, in Windeseile das Theater am Tanzbrunnen für den Auftritt der Slowenen LAIBACH vorzubereiten, was letztendlich auch gelang. So mussten auch am Sonntag die Auftritte im Theater stattfinden, doch glücklicherweise blieb das Chaos am Einlass, das noch in 2008 für einigen Unmut sorgte, dieses Jahr aus. Ein paar Probleme gab es auch in Sachen Zeitplan, der leider viel zu oft nicht eingehalten wurde. Wenn Bands auf der kleinen Bühne später anfangen, auf der Hauptbühne dafür früher oder auch mal umgekehrt, ist das schon ein ärgerlicher Umstand. Da hetzt man schon von der einen Bühne zur anderen und verpasst doch immer noch Teile des Auftritts. Hier gibt es auf jeden Fall noch Verbesserungsbedarf für 2010.
Ansonsten war es wie gewohnt: das Wetter spielte nur teilweise mit, immerhin blieben die für das Wochenende angekündigten Unwetter aber aus. So mancher Schauer sorgte für Abkühlung, doch es gab auch längere trockene Abschnitte, in denen man dann ganz in Ruhe die verschiedensten Outfits bewundern durfte: klassisch-barock, militaristisch, extravagant, gewagt, nuttig, erotisch, niedlich, trashig, schlabberig, spacig, technoid, abgedreht - der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Und so lief man Bräuten und Schlampen, Sklaven und Generälen, Spießern und Wahnsinnigen, Punks und Cybergothics oder einfach nur jeder Menge Musikfreaks über den Weg. Eine Auswahl von Impressionen rund um den Tanzbrunnen gibt es in dieser Galerie:
Impressionen vom Festival Galerie Coppelius, Auto-Auto, Mantus
Den musikalischen Auftakt machten COPPELIUS aus Berlin, die ihren Set geschmackssicher mit einem Cover von IRON MAIDENs „Transylvania“ eröffneten - mit Klarinette und Kontrabass, wohlgemerkt. Gekleidet in Gehrock, Zylinder und Frack, mit Butler auf der Bühne und viel Theatralik unterhielt die Band das Publikum auf äußerst ungewöhnliche Art und Weise. Nach ein paar Songs zog es mich dann erstmal in die Rheinparkhalle, in der AUTO-AUTO aus Schweden an der Reihe waren. In der großzügigen Halle war es recht dunkel und durch die niedrige Decke fühlte man sich auch recht beengt. Die Band selbst wusste mit EBM, Synthie- und Future Pop zu gefallen, die erhoffte Überraschung wie im Vorjahr ASHBURY HEIGHTS waren AUTO-AUTO aber nicht. Auf der Hauptbühne standen als nächstes MANTUS auf dem Plan, die ihren allerersten Liveauftritt überhaupt hatten. Die Kölner Band um das Geschwisterpaar TINA und MARTIN SCHINDLER wirkte etwas hüftsteif, zog sich aber achtbar aus der Affäre und das Publikum spendete für Stücke wie „Kleiner Engel flügellos“, „Stummes Gebet“ und „Aus Traum und Wirklichkeit“ einigen Applaus.
Galerie Solar Fake, Xotox, The Birthday Massacre
SOLAR FAKE nennt sich das rein elektronische Nebenproject von ZERAPHINE-Frontmann SVEN FRIEDRICH, das ich persönlich wesentlich spannender finde, als seine Hauptband. SVEN legte einen absolut souveränen Auftritt auf die Bühne, die durch seinen guten Gesang und die zurückhaltende Gestik viel mehr Wert auf die Musik, als auf optisches Schnickschnack legte. Und so war nicht nur ich von Songs wie „Hiding Memories From The Sun“, „(You Think You’re) Radical“, dem Clubhit „The Shield“ und dem RADIOHEAD-Cover „Creep“ äußerst angetan. In der Rheinparkhalle fingen dann XOTOX schon mal damit an, mit ihrem heftigen Rhythm’n Noise-Industrial die Bausubstanz zu schwächen. Es darf bezweifelt werden, dass bei diesem Auftritt irgendetwas live gespielt wurde, trotzdem bot man dem Publikum eine sehenswerte Show. Nach drei Songs hatte ich von dem intensiven Geballer allerdings genug. THE BIRTHDAY MASSACRE aus Kanada waren dann die erste nicht-deutsche Band, die Moderator HONEY von WELLE:ERDBALL auf der Hauptbühne ankündigen durfte. Die phantasievoll gestylte Band legte einen agilen Auftritt auf die Bretter, bei dem vor allem das stets grimassenschneidende Energiebündel CHIBI am Gesang die Blicke auf sich zog. Doch auch musikalisch überzeugte der Synthierock auf ganzer Linie, weshalb ich mich mal ausführlicher mit den Alben befassen werde. Nur der Sound war ein bisschen zu dünn.
Galerie Eisbrecher, Leæther Strip
Nach ein paar netten Kennenlerngesprächen mit LUCY und LEO von der PROMOFABRIK und anderen Kollegen von der schreibenden Zunft standen EISBRECHER auf dem Plan. Letztes Jahr noch im Theater, räumten sie in diesem Jahr auf der Hauptbühne ab. Der hünenhafte Sänger ALEXX WESSELSKY dürfte bei so manchem Sub-Mädchen oder Bi-Knaben mit seiner extrem maskulinen Art für unzüchtige Gedanken gesorgt haben, musikalisch ließ er aber auch nichts anbrennen. Trotz der mangelnden Eigenständigkeit des NDH-Sounds von EISBRECHER war es schon bemerkenswert, wie sie nacheinander Hits vom Schlage „Heilig“, „Leider“, „Vergissmeinnicht“, „Schwarze Witwe“, „This Is Deutsch“ oder „Miststück“ von ALEXX’ Ex-Band MEGAHERZ (inkl. CLAWFINGER-Gedenkpart) ins ordentlich abgehende Publikum feuerten. Die lauten Zugabe-Rufe waren da zwangsläufig. Für nicht wenige war die Verpflichtung von LEÆTHER STRIP für das Festival eine kleine Sensation. Und so versammelte sich eine ansehnliche Anzahl von Oldschool-EBM’ern vor der Bühne und ging mächtig ab, als CLAUS LARSEN, der ganz allein auf der Bühne agierte, jede Menge Klassiker, darunter „Don’t Tame Your Soul“, „Strap Me Down“, „Japanese Bodies“ sowie „Mohawk“ und ein paar neuere Stücke zum Besten gab. Der Sound hätte zwar ruhig noch lauter sein können, trotzdem war der Auftritt sicherlich eines der Highlights des diesjährigen Amphi Festivals. Und auch CLAUS selbst war sehr angetan von dem Auftritt und erzählte hinterher, dass es das größte Publikum gewesen sei, vor dem er je gespielt habe.
Fünf Minuten sollten reichen, um in die Halle zu kommen, wo AGONOIZE als nächtes dran sein sollten. Pünktlich war ich zwar, doch zu meiner Enttäuschung musste ich feststellen, dass das Harsh Electro-Trio schon mitten im Set war. Ich hatte dann auch keine große Lust, mich nach vorne durch zu schieben und schaute mir von hinten ein paar Nummern an, darunter das geniale „Glaubenskrieger“, „Death, Murder, Kill“, „Schaufensterpuppenarsch“ sowie eine amüsante Coverversion des BEASTIE BOYS-Klassikers „Fight For Your Right“. Trotzdem war es ärgerlich, dass man sich hier nicht an den Zeitplan gehalten hatte. Neben EISBRECHER durften auch COVENANT zum zweiten Mal hintereinander beim Amphi aufspielen und nachdem ich letztes Jahr aufgrund der etwas übertriebenen Show recht enttäuscht war, machten die Schweden es dieses Jahr besser. Zwar war das Outfit genau das gleiche wie 2008, aber mit ihren zahllosen Hits („Bullet“, „Speed“, „I Stand Alone“, „Ritual Noise“ und natürlich „Call The Ships To Port“) räumte die Band trotzdem gut ab. Es gab sogar einen ganz neuen Song, der allerdings etwas monoton wirkte. Endlich ließ sich dann auch die Sonne blicken, nachdem es zuvor stets wolkenverhangenen und regnerisch war.
Galerie Fields Of The Nephilim
Auf die FIELDS OF THE NEPHILIM hatte ich mich besonders gefreut, ist die Band um den charismatischen Frontmann CARL MCCOY doch seit Jahren meine zweitliebste Formation direkt nach den NINE INCH NAILS. Dass dieser Auftritt für mich aber zu einem unvergesslichen Erlebnis werden würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Denn es begab sich folgendes: da wir keinen Fotopass für den Graben bekommen hatten, hatte ich mich sofort nach dem Ende von Covenant nach vorne geschoben, um eine möglichst gute Position für ein paar ordentliche Bilder der FIELDS zu bekommen. Ich stand da also nun in der zweiten Reihe, als Moderator HONEY auf die Bühne kam, um die Band anzusagen. Er fragte dann erstmal "Wer von den Leuten hier vorne ist denn der größte Fields Of The Nephilim-Fan?" Alle reckten natürlich die Arme, ich halt auch. Dann fragte er "Und wer von Euch wollte schon immer mal die Fields ansagen?" Ich ließ meinen Arm natürlich in der Luft (ich würde ja eh nicht ausgewählt werden) und dann passierte es: HONEY zeigte tatsächlich auf mich. Und schon kamen die Security-Leute und hoben mich über die Absperrung, Honey half mir dann auf die Bühne und plötzlich stand ich dort vor der Menge, um die FIELDS OF THE NEPHILIM anzusagen. Mir schlug das Herz bis sonstwohin, aber irgendwie schaffte ich es dann auch, die Herren anzusagen, ohne groß Blödsinn zu erzählen. Den Rest des musikalisch überragenden Auftritts erlebte ich dann in einer Art euphorischem Schockzustand. Zwar hätten Wolken und Düsternis besser gepasst, als strahlender Sonnenschein, aber mit ihrer unter anderem aus „Straight Into The Light“, „Preacher Man“, „Love Under Will“, „Penetration“, „The Watchman“ (mein Lieblingssong!), „Moonchild“ „Psychonaut“, „Zoon III (Wake World)“ und natürlich „Last Exit For The Lost“ bestehenden Setlist war ich dennoch überaus glücklich. Nach dem Auftritt kam dann die Ansage, dass LAIBACH wegen des Zwischenfalls in der Rheinparkhalle ins Theater verlegt werden müssten und dass man hoffe, um 23 Uhr dort anfangen zu können. Um 23.30 Uhr musste ich mich dann auf den Rückweg machen - angefangen hatte die Band da noch nicht...
Galerie Delain, Jesus On Extasy, Diorama
Am nächsten Tag erfuhr ich dann, dass LAIBACH irgendwann tatsächlich noch gespielt hatten. Immerhin war es also geglückt, auf die Schnelle von einer Halle in die andere umzuziehen. Auf der Hauptbühne eröffneten MONO INC. den zweiten Festivaltag, ich kam aber etwas später, so dass meine erste Band die Niederländer DELAIN mit ihrem recht soften Gothic Metal waren. Nicht so ganz mein Fall, so dass ich der gesungenen Aufforderung „Stay Forever“ nicht so recht folgen wollte - „Go Away“ nahm ich dann doch lieber wörtlich und verzog mich ins Theater, in dem die Horrorpunks THE OTHER mit stilvoller Bühnendeko noch zugange waren. Ihren Set beendeten sie mit Verspätung, so dass auch JESUS ON EXTASY fast 15 Minuten später als geplant mit „Beloved Enemy“ loslegen mussten. Da ich DIORAMA aber nicht verpassen wollte, verließ ich das Theater also wieder, um festzustellen, dass DIORAMA auf der Hauptbühne früher als geplant losgelegt hatten. Die Timingprobleme sollten also leider ihre Fortsetzung finden. Die Band um den charismatischen Frontmann TORBEN WENDT überzeugte dann aber auf ganzer Linie. Ihren dunklen, an DIARY OF DREAMS erinnernden Electro-Pop-Rock zelebrierten sie mit einer aktiven Bühnenshow und so kamen Songs wie „The Girls“, „Advance“, „Why“, das brandneue „Acid Trip“ und „Kein Mord“ auch beim Publikum bestens an. Ein erstes Highlight an diesem Tag. Für ausgelassene Stimmung sorgten danach SALTATIO MORTIS, die mit ihrem live unerwartet heftigen Mittelalter-Metal dem Publikum ordentlich einheizten. Da mir persönlich aber die drei großen des Genres völlig ausreichen, fand ich den Auftritt der viertbesten deutschen Mittelalter-Rockband eher verzichtbar. Was allerdings eine rein subjektive Meinung ist, das Gros des Publikums sah das ganz anders.
Galerie Saltatio Mortis, Omnia, Qntal
Mittelalterliche Klänge gab es auch im Theater und zwar mit OMNIA. Allerdings rein akustisch und somit wesentlich natürlicher, als der Sound von SALTATIO MORTIS. Eigentlich hatte mich die Band bis dato nicht interessiert, aber die gehörte Zugabe „Morrigan“ fand ich so mitreißend, dass ich mich nun doch mal mit der Kombo befassen werde. Die Verzögerung im Theater war inzwischen auf 25 Minuten angewachsen und da zwei der Musiker von QNTAL wohl noch unterwegs waren, verzögerte sich der Beginn des Auftritts noch weiter. Nach einer Dreiviertelstunde stieg die Kapelle um ERNST HORN und SIGRID HAUSEN mit dem „Palästinalied“ in ihr Set ein, den sie nach fünf Stücken allerdings schon wieder zum allgemeinen Unmut beenden mussten, damit sich der Zeitplan nicht noch weiter verschöbe. Sehr, sehr ärgerlich für Band und Publikum und nach all den Verschiebungen war das organisatorisch der negative Höhepunkt des ganzen Festivals. Der musikalische Tiefpunkt folgte dann auf der Hauptbühne in Form von UNHEILIG. Zwar mag die Band in den letzten Monaten immer beliebter geworden sein, mir allerdings war der GRAF schon immer unsympathisch, während ich die Musik nur teilweise ganz nett fand. So erwartete ich nicht viel und wurde auch nicht überrascht, sondern war eher verwundert. Denn der GRAF wirkte extrem aufgekratzt und aufgedreht, bewegte sich völlig übertrieben und hektisch und sang auch nur sehr mittelmäßig. Das Publikum störte sich aber nicht weiter daran sondern ließ sich zu wahren Begeisterungsstürmen aufputschen und bejubelte Gothic-Schlager-Hits wie „Sage ja“, „Feuerengel“ oder das kitschig-sentimentale „An deiner Seite“. Für mich war das echt nichts, man muss dem GRAF allerdings zugutehalten, dass er am Abend noch stundenlang und geduldig Autogramme schrieb und Fotos mit den zahllosen Fans machte. Ich hatte aber erstmal das dringende Bedürfnis nach echten, ungekünstelt rockenden Klängen.
Galerie Unheilig, KMFDM, The Gathering
Dieses Bedürfnis sollten dann KMFDM stillen. Die legendären Industrialrocker boten nicht nur ein amüsantes Bild auf der Bühne, sondern auch knackige Hits, die charmant und lässig dargeboten wurden. Neben dem unglaublich großen SASCHA KONIETZKO war die schnuckelige und aufreizend tanzende Sängerin LUCIA CIFARELLI der Blickfang auf der Bühne, während die Gitarristen nach typischem Redneck-Ami bzw. Psychobilly-Rocker aussahen. Herrlich. „Megalomaniac“, das neue „Bait And Switch“ und „Son Of A Gun“ waren die Highlights einer schnörkellosen, coolen Show, die den unheiligen Mist vorher schnell vergessen ließ. Einfach klasse und wie sie es selbst ganz richtig sagen: „better than the rest“ - trotz alles andere als perfektem Sound. THE GATHERING zählen seit Ewigkeiten zu meinen Alltime-Faves - der Ausstieg von Sängerin ANNEKE VAN GIERSBERGEN vor zwei Jahren war also auch für mich ein großer Schock. Doch mit der Norwegerin SILJE WEGELAND fand man geeigneten Ersatz, wie sich auf dem neuen Album „The West Pole“ zeigte. Nun also die Feuertaufe: der erste Auftritt der Niederländer mit der neuen Sängerin in Deutschland. Natürlich kommt man nicht umhin, ANNEKE und SILJE zu vergleichen und es zeigt sich, dass SILJE ein wenig schüchterner, kühler und introvertierter wirkt, allerdings ganz und gar nicht unsympathisch. Es fehlt halt an dieser herzerwärmenden Fröhlichkeit, die von ANNEKE ausging. Stimmlich steht SILJE ihrer Vorgängerin aber eigentlich in nichts nach. Da sie in einer fast gleichen Lage singt und ihre Stimme der von ANNEKE nicht unähnlich ist, gelangen ihr auch die alten Songs richtig gut, von denen es u.a. mit „Leaves“, „On Most Surfaces (Inuit)“ und „Great Ocean Road“ auch einige gab. Abgerundet mit neueren Songs wie „Analog Park“, „Saturnine“, dem grandiosen „Even The Spirits Are Afraid“ und den aktuellen „The West Pole“ und „All You Are“ zeigte sich, dass THE GATHERING mit SILJE das Beste aus ihrer Situation gemacht habe. Und da auch Keyboarder FRANK BOEIJEN, Bassistin MARJOLEIN KOOIJMAN und der musikalische Kopf RENÉ RUTTEN an der Gitarre mit Eifer bei der Sache waren, verließ ich das Theater nach einem gelungenen Auftritt äußerst zufrieden. Auf der Hauptbühne war schon Feierabend und im Theater sollte noch die deutsche Synthiepop-Legende CAMOUFLAGE folgen, die ich mir aus Zeitgründen allerdings klemmen musste.
Dass das Amphi Festival 2009 so gut besucht war, hat mich angesichts der Tatsache, dass man ein recht oldschooliges Programm auf die Beine gestellt hatte, schon ein wenig überrascht. Auf dem Gelände verteilte sich die große schwarze Schar aber recht gut, so dass es nie zu eng war. Die Probleme mit der Rheinparkhalle wurde letztendlich auch so gut wie es nur möglich war behoben, so dass für 2010 zu hoffen bleibt, dass man die Schwierigkeiten mit dem Zeitplan in den Griff bekommt, das war dieses Jahr manchmal doch recht nervig. Mit einigen richtig tollen Auftritten und einem außergewöhnlichen persönlichen Erlebnis war das Amphi Festival 2009 die Reise auf jeden Fall wert. Andy
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