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 Musikreviews : GORILLA MONSOON - Extermination Hammer
Geschrieben von Anacrusis am 06.11.2008 07:00 (1118 mal gelesen)

GORILLA MONSOON, die gut geölte Stoner Metal/ Sludge Rock-Kapelle aus Sachsen, legt im siebten Jahr ihres Bestehens dieser Tage ihr erst zweites vollständiges Album vor. Die Jungs konnten sich als tolle Livetruppe bereits einiges an Ruhm erspielen, ihr 2006er Debüt "Damage King" war ein gelungener Einstand, jedoch mit etwas Luft nach oben. GORILLA MONSOON haben heuer noch mal ein paar Schippen nachgelegt und nun kommt ihr "Hellrock" so richtig knackig und unwiderstehlich durch die Boxen. "Extermination Hammer" heißt diese bärenstarke Platte und wird jeden Genrefreund in Verzückung versetzen.

GORILLA MONSOON agieren auf der neuen Scheibe nicht sonderlich anders als auf ihrem Debüt, die musikalische Ausrichtung ist die gleiche geblieben. Doch wirken die elf Tracks einfach zwingender, zündender und auch detailverliebter als ihre Vorgänger. Etwas überraschend ist dabei die Tatsache, dass das komplette zweite Demo ("…Demonstrating Heavieness", 2003) der Gruppe neu eingespielt wurde. Diese vier Stücke ("My Way", "Born To Lose", "Hatebreed" und "Codeine Commander") sind enorm stark, werden auch gerne live dargeboten und dürfen als Geschenk an die Fans gesehen werden. Immerhin sind diese Demoaufnahmen schon lange ausverkauft. Doch auch die übrigen Stücke des neuen Albums sind allesamt besser als ihre Vorgänger auf "Damage King". Besonders das Titelstück, "Black Angel Prophecy" und das grandiose "50$ Whore" sind absolute Kracher und lassen eine Kaufentscheidung leicht fallen.

Auch Bandkopf Jack Sabbath hat sich gesanglich gesteigert und liefert bis auf ganz wenige Momente eine wirklich tolle Performance ab. Ab und an erinnert der Gute an Peter Steele oder gar an Rob Zombie, trotzdem hat er das Talent immer seine eigene Note mitschwingen zu lassen. Ansonsten dominieren harte und schmissige Riffs, gut arrangierte Soli, ein angenehm wabernder und knarzender Bass und das dynamische Schlagzeugspiel die niemals langweilig werdenden sechzig Minuten. Auch der Sound auf "Extermination Hammer" weiß auf Anhieb zu überzeugen und passt wie die Faust aufs Auge zu den einzelnen Stücken. Wer die Gruppe noch nicht kennt und Bands wie alte BLACK SABBATH, DOWN, HIGH ON FIRE, rockige ENTOMBED oder auch KYUSS, ACID BATH und TYPE O NEGATIVE mag kommt an dieser Platte kaum vorbei. Auch wenn es wenig oder besser fast nichts an der neuen CD der Dresdener auszusetzen gibt, hat die Band sicher noch nicht ihren Zenit erreicht. Irgendwann schaffen sie es bestimmt noch, die etwas fehlende Live-Energie auf Scheibe zu pressen, dann hält sie nichts und niemand mehr auf.

Ich kann abschließend nur die dringende Empfehlung aussprechen, dieses Album zu kaufen - oder zumindest hineinzuhören - und GORILLA MONSOON auf der anstehenden Tour mit GRAND MAGUS zu sehen. Live sind die Kerle nämlich, wie angesprochen, noch mal eine Ecke besser als auf Platte! Björn (Wacken Records/ Bandhomepage)




 

 
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