| DVD+Kino : Der Sternwanderer DVD |
Geschrieben von maxbickle am 01.04.2008 08:50 (723 mal gelesen)
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Seitdem ein bebrillter Zauberlehrling und ein Grüppchen kleinwüchsiger Hobbits im Kampf gegen dunkle Mächte vor einigen Jahren den Fantasyfilm wieder neu belebt haben, flimmern in regelmäßigen Abständen immer neue fantastische Abenteuer um Zauberer, Elfen und Fabelwesen über die Kinoleinwände und die heimischen Mattscheiben. Dass dieser Fantastik-Boom noch längst nicht abgeklungen ist, zeigen beispielsweise Filme wie „Die Chroniken von Narnia“, „Eragon“, „Schwerter des Königs“ und jüngst „Der goldene Kompass“. Mit der prominent besetzten Romanverfilmung „Der Sternwanderer“ erschien jüngst ein weiteres opulent produziertes Märchen auf DVD.
In einer schicksalhaften Nacht verspricht der junge Tristan (Charlie Cox) seiner großen Liebe Victoria (Sienna Miller), ihr als Beweis seiner Liebe eine Sternschnuppe zu bringen, die hinter der Stadtmauer ins Reich der Feen, Hexen und Zauberer gestürzt ist. Die Sternschnuppe entpuppt sich als wunderschöne Yvaine (Claire Danes) und damit beginnt das erste und größte Abenteuer seines Lebens. Verfolgt von bösen Hexen und machtgierigen Prinzen, die es auf Yvaine abgesehen haben, beginnt eine Hetzjagd durch das magische Königreich Stormhold, die Tristan und seinen Stern von Minute zu Minute näher zusammenbringt.
Obwohl sich bereits nach fünfzehn Minuten ziemlich deutlich erahnen lässt, wie die Geschichte des einfachen Jungen, der im Laufe der Handlung zum Mann reift, enden wird, lässt Regisseur Matthew Vaughn in keiner Sekunde Langeweile aufkommen. Dies liegt unter anderem an der tollen Ausstattung, den Kostümen, dem Make-Up und den soliden Spezialeffekten, denen man jedoch in einigen Szenen etwas zu deutlich anmerkt, dass sie aus dem Computer stammen. Durch das Zusammenspiel dieser visuellen Komponenten wird bereits zu Beginn des Films eine eigenständige Märchenwelt kreiert, die darüber hinaus noch von wunderbaren Figuren bewohnt wird, die allesamt von exzellenten Schauspielern verkörpert werden.
Neben Newcomer Charlie Cox, der zwar zu Anfang noch ein wenig blass bleibt, aber genauso wie seine Rolle im Laufe des Films zu Hochform aufläuft, kann auch Claire Danes in der Rolle der Sternschnuppe in Menschengestalt endlich mal wieder überzeugen und macht obendrein auch im mittelalterlichen Trachtengewand eine ausgezeichnete Figur. Michelle Pfeiffer, um die es in den letzten Jahren ja ziemlich ruhig geworden ist, gelingt mit ihrem Auftritt in „Der Sternwanderer“ durchaus ein kleines Comeback. Ihr kann man förmlich ansehen, wie viel Freude ihr die Rolle der fiesen Hexe, die auf der Suche nach der ewigen Jugend ist, bereitet hat. Die beste Vorstellung liefert allerdings Robert DeNiro ab, der wieder einmal zeigt, dass er über eine gehörige Portion Selbstironie verfügt. Der zweifache Oscargewinner, der in den 80er Jahren vor allem durch die Darstellung psychopatisch angehauchter Gangster zu Weltruhm gelangte, spielt hier den tuckigen Kapitän eines Piratenschiffs, der seiner Crew schon seit Jahren den harten Seemann vorspielt und sich im stillen Kämmerlein am liebsten geschminkt und mit Frauenkleidern bekleidet vor dem Spiegel räkelt.
Besonders erwähnenswert ist, dass neben den skurrilen Charakteren auch sonst immer wieder für humorige Momente gesorgt ist, wodurch sich der Film im Vergleich zu vielen ähnlich gelagerten Streifen erfrischenderweise nicht zu ernst nimmt. Zwar steckt der Karren auch hier hin und wieder kurzzeitig knietief im Kitsch, wenn beispielsweise zum zehnten Mal hintereinander die große Liebe beschworen wird, im Großen und Ganzen wird dies aber immer wieder durch einen flotten Spruch aufgelockert und der Film bekommt rechtzeitig die Kurve, um letztendlich sowohl den Romantiker, als auch den Freund fantastischer Unterhaltung bei Laune zu halten.
Mit „Der Sternenfänger“ ist Matthew Vaughn definitiv einer der besseren Beiträge im momentanen Gemenge der Fantasyfilme gelungen, zumal schauspielerisch und visuell alles stimmt und die wunderbaren Bilder und der Soundtrack auf der gelungenen DVD ihre ganze Kraft entfalten können. Dari
Stardust USA 2007, ca. 122 min. Regie: Matthew Vaughn Produktion: Lorenzo di Bonaventura, Michael Dreyer Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn Musik: Ilan Eshkeri Kamera: Ben Davis Mit: Charlie Cox, Claire Danes, Robert De Niro, Sienna Miller, Michelle Pfeiffer, Peter O'Toole, Rupert Everett u.a.
DVD Anbieter: Paramount FSK: 12 Bildformat: 2,40:1 (anamorph / 16:9) Tonformat: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Türkisch (DD 5.1) Extras: Making Of, Deleted Scenes, Trailer
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