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 DVD+Kino : Dr. Chopper DVD
Geschrieben von Morris am 06.12.2005 12:02 (817 mal gelesen)

Nach einer Reihe direkter und indirekter Remakes von Horrorfilmen aus der „goldenen“ Ära der 1970er Jahre reißt der Strom nicht ab. Immer wieder bedienen sich neue Filme aus dem reichhaltigen Fundus. Dies ist eine Low-Budget-Mischung von Backwoods-Slashern á la „Wrong Turn“ oder „Cabin Fever“ (beide 2003) und parodistischen 90er Jahre-Medizin- Slashern wie „Dr. Giggles“ (1992) und „The Dentist“ (1996) gemischt mit ein paar Spritzern Sex ’n’ Sleaze, wie er in den 70ern üblich war.

Dr. Max Fielding war einst - in den 1970ern - der angesehenste plastische Chirurg im Lande, doch irgendwann drehte er durch: Aufgrund seiner Experimente, mit denen er Unsterblichkeit zu erlangen hofft, braucht er immer wieder neue „Versuchspersonen“, denen er in einem abgelegenen Waldstück auf seinem Motorrad auflauert. Es ist ein Chopper, der ihm auch seinen Spitznamen eingebracht hat. Eine kleine Gruppe von Jugendlichen will just in dem Wald campen, in dem er sein Labor eingerichtet hat. Dr. Chopper eröffnet die Hatz, doch einer der Jugendlichen trägt ein dunkles Geheimnis mit sich herum... Das ist angemessen ruppig umgesetzt; wie man sich eine solche Schlachtplatte vorstellt, ist von einer Regie nicht viel zu spüren, statt dessen müssen die Pausen zwischen den Attacken des böswilligen Doktors irgendwie gefüllt werden - ein Problem, mit dem die meisten Slasherfilme zu kämpfen haben. Hier wirkt der vorliegende allerdings etwas zerrissen. Denn einerseits will er Sex und Gore in ausreichendem Maße liefern, andererseits versucht er auch, seine Figuren zu charakterisieren, was teilweise doch recht sentimental wirkt. Dafür wird keine Gelegenheit ausgelassen, die ganzen jungen Mädels auszuziehen, die sich in den Wald verirren.

Das Making Of (aufgenommen im Januar diesen Jahres während der Dreharbeiten) ist angenehm selbstironisch umgesetzt - mit Zeitlupen und der Moderation eines Crewmitgliedes -, ist also unterhaltsam und macht die allgemeinen Probleme beim Dreh eines Low-Budget-Streifens deutlich. Die kleine Trailershow liefert die Trailer zu anderen Streifen derselben Produktionsfirma (York Entertainment), die alle bereits in Deutschland auf DVD erhältlich sind. Dabei verfährt die Firma nach dem immer gleichen Schema: Man kaufe einen preiswerten Name Actor ein (z.B. Hansdampf-in-allen-Gassen Jeff Fahey), um den Film zu verkaufen. Im vorliegenden Fall hat man als bekanntes Gesicht Costas Mandylor dabei, der auch schon mal bei Oliver Stones „The Doors“ (1991) mitspielte und der als verbitterter Sheriff eine bessere schauspielerische Leistung vorlegt, als man für einen solchen Film benötigt. Die passende Besetzung für den Part des fiesen Doktors ist Ed Brigadier, der klassisches Overacting im Stile der alten Horrorstars vorlegt. Mal sehen, ob man dieses Gesicht noch öfter zu sehen bekommt. Das Bild von dem uralten, entstellten Arzt mit seiner schwarzen Lederkluft, Schutzbrille und dem Chopper hat jedenfalls etwas.

Dazu gibt es noch eine Slideshow mit Fotos, die während der Dreharbeiten aufgenommen wurden und die auch die Crew bei der Arbeit zeigen. Der Soundtrack des Filmes pendelt im Stile der Big-Budget-Vorbilder etwas unentschlossen zwischen hart rockenden Songs und einem Synthesizer Score. Das Cover beeilt sich zu versichern, dass der Film in seiner ungeschnittenen Version vorliegt, und das erstaunt doch bei einigen recht expliziten Szenen, heutzutage scheint bei der FSK doch so einiges möglich zu sein. Da die Produktionsfirma eher rein geschäftorientiert zu arbeiten scheint, kann man nichts Revolutionäres für das (Sub-)Genre erwarten, Slasherfans sollten jedoch hereinschauen, denn dieser Doktor hat definitiv das gewisse Etwas. Ein unterhaltsamer No Brainer. Morris

USA 2005
Regie: Lewis Schoenbrun
Produktion: Mark Headley, Tanya York
Drehbuch: Ian Holt
Kamera: Andrew Parke
Mit: Costas Mandylor, Chelsey Crisp, Robert Adamson, Ashley McCarthy, Butch Hansen, Chase Hoyt, Ed Brigadier

DVD:
Anbieter: MC One
FSK: 16
Bildformat: 4:3 Vollbild
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 2.0 (optionale deutsche Untertitel)
Extras: Making Of in Englisch (optionale deutsche Untertitel); Trailershow „Dr. Chopper“ und drei weitere Trailer der Produktonsfirma; Slideshow




 

 
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Mitglied seit: 14.05.2004
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Aus:

Einspruch, Herr Kollege! :-o Der Film ist wirklich fürchterlich. Angefangen bei den ultra-miesen Schauspielern, über die bescheuerte, saulangweilige Story, bis hin zur schlechten Übersetzung, ist Dr. Chopper selbst für Slasherfans die reinste Zeitverschwendung. Bloß nicht ausleihen / kaufen!! :-x Doc

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"Night Makes Right, The Symbol Remains. Into The Darkness, Must Pour The Brains."
»08.01.2006 12:10 ProfilHomepage
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